Auf einem guten Weg

Ferienwoche 6

Kurze Wege, ein vertrautes Umfeld und eine besonders enge Vernetzung – mit dem Beginn der jahrgangsübergreifenden Beschulung der 8. und 9. Klassen der Gemeinschaftsschule in den Räumen des Nordsee Internats konnten wir zu Beginn des neuen Schuljahres ein spannendes Projekt starten. Das Besondere: Im Gegensatz zu unserer herkömmlichen Herangehensweise werden die Schülerinnen und Schüler nicht in der Nordseeschule, sondern direkt bei uns vor Ort unterrichtet. Zusätzlich ist in jeder Unterrichtsstunde eine unserer pädagogischen Fachkräfte anwesend und kann so unterrichtsübergreifend für die Jugendlichen da sein. Dadurch ist es uns nicht nur möglich, jeden Schüler auf dem Weg zum Ersten bzw. auch zum Mittleren Schulabschluss individueller zu fördern, wir können auch bei auftretenden Problemen, wie unvollständigem Schulmaterial, fehlenden Hausaufgaben oder Verspätungen besonders zeitnah reagieren und aktiv in Gesprächen gegensteuern.


Wichtigste Voraussetzung einer erfolgreichen ersten Modelphase sind dabei die von uns festgelegten Grundsätze und Leitlinien für das pädagogische Handeln:

  • Soziales Lernen und Teamfähigkeit werden gefördert

  • Das Bildungsangebot ist vielfältig und differenziert und berücksichtigt immer auch individuelle Lernwege
  • Alle Beteiligten sorgen gemeinsam für eine gute Lernatmosphäre
  • Die Begleitung der Kinder und Jugendlichen erfolgt mit intensiver, vor allem aber individueller Beratung und angemessener Wertschätzung
  • Es gibt Freiräume, selbstverantwortetes Handeln auch ohne ständige Kontrolle auszuprobieren

Nach den ersten 3 Wochen können wir ein erstes Zwischenfazit ziehen. Selbstverständlich ist ein solches Projekt immer als Prozess zu sehen, der stetigen Veränderungen unterliegt und trotzdem erkennt man bereits die positiven Auswirkungen der engen und direkten Vernetzung von Schule und Leben im Internat, den kurzen Kommunikationswegen und der Möglichkeit jederzeit einen Ansprechpartner an seiner Seite zu haben.

Um diesen Prozess weiterhin optimal zu gestalten und den Kindern und Jugendlichen so die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, werden wir weiterhin intensiv am Projekt „Interne Beschulung“ arbeiten, alle Bestandteile regelmäßig hinterfragen und mit den so gewonnenen Rückschlüssen die bisherigen Strukturen weiter optimieren. Wir sind gespannt, wie sich das Model in der Zukunft entwickelt. Langweilig wird es auf keinen Fall.

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